Datenmanagementplan

Mit einem Datenmanagementplan organisiert man die Daten, die bei der wissenschaftlichen Arbeit erworben, produziert, verarbeitet, analysiert und verdichtet werden. Das passiert eigentlich immer, sobald man mit einem Computer arbeitet. Millionen von Wissenschaftler:innen arbeiten mit Computern, ohne einen solchen Plan zu haben. Zu diesen Computern zählen nicht nur die unter dem Tisch oder die Laptops auf dem Tisch, sondern auch Tablets, mit denen Antworten auf Umfragen protokolliert werden, oder Smartphones, mit denen Pflanzen zur späteren Bestimmung fotografiert werden.

Der Umgang mit Daten muss man organisieren, weil es zu viele werden und sie damit unübersichtlich werden. Es hängt zu viel von ihnen ab. Alleine die Notizen, selbst protokollierten Daten, Textentwürfe usw. sind für jede Forscher:in existenziell.

Es ändern sich auch die Erwartungshaltungen. Es wird verlangt, nicht allein bei den Referenzen auf wissenschaftliche Publikationen korrekt zu arbeiten, sondern auch die Primärdaten korrekt zu verarbeiten. Nachprüfbarkeit erschöpft sich nicht mehr allein im richtigen Zitieren, sondern sie verlangt nach öffentlicher Darlegung und Referenzierung dieser Primäredaten. Die verwendeten Daten sollten also spätestens mit der Veröffentlichung der damit erzeugten Publikation zugänglich sein.

Wie das geschehen kann, damit beschäftigt sich sich das noch recht junge Feld des Forschungsdatenmanagements.

FDM

FDM ist die Abkürzung für Forschungsdatenmanagement. Arbeiteten Wissenschaftler:innen vormals auf die Publikation ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse hin, gehört der systematische und transparente Umgang mit ihnen zu den Methoden, die sie beherrschen sollten.

Geldgeber wie die DFG verlangen bei von ihnen geförderten Projekten eine Veröffentlichung von primären Forschungsdaten. Diese Anforderungen gelten für die Wissenschaftler:innen, sie können sie aber nur erfüllen, wenn es angemessene institutionelle Angebote gibt.

Auf solche Angebote zu warten, ist jedoch ebensowenig eine Lösung. Forscher:innen müssen sich selbst bemühen einen Weg zu finden und parallel auf ihre Institution einwirken.

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rechenzentrum der Universität Freiburg wirke ich an der Research Data Management Group (RDMG) mit, universitätsweit eine lokale Infrastruktur aufzubauen. Eine andere Aufgabe ist, im Rahmen des Möglichen Angehörigen der Universität schon vorher Antworten oder Hilfestellungen geben zu können.

Was ich dabei als Text produziere und nicht anderswo publiziere, veröffentliche ich hier, fast im Sinne einer Resteverwertung. Das dient zur Selbstvergewisserung, weil erst das schriftliche Niederlegen von Gedanken oder Überlegungen eigenen Fortschritt sichtbar macht und das Kreisen um schon Gedachtes und Vergessenes verhindert (siehe „Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus“, Min. 6:35).

Informationssicherheit

Unter dem Schlagwort Informationssicherheit sammele ich Texte, die aus meiner Arbeit an der Universität Freiburg, der Mitarbeit an Arbeitskreisen und der eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema entstehen.

Ich habe ein Zertifikat „ISO 27001 Lead Implementer (PECB)“ im Oktober 2018 erworben. Außerdem arbeite ich am Grundschutz-Profil für Hochschulen mit, das von einem Arbeitskreis des ZKI e.V. in Zusammenarbeit mit dem BSI geschrieben wird.